Es waren einmal 1400 Teekannen...
| Diese vielen vielen Teekannen standen einige Jahrzehnte im Hause von Herrn und Frau Maslak. Vom Keller bis zum Dachgeschoss - Teekannen in allen erdenklichen Formen und Farben. Auf vielen Regalen, in jedem Winkel, auf jeder Fensterbank. Einige waren eher schlicht - andere kunstvoll bemalt. Sie waren sehr sehr alt, einfach nur alt oder auch ganz neu. Manche aus edlem Porzellan und die nächste aus rustikalem Ton. Eines hatten aber alle Teekannen gemeinsam: Sie waren Leidenschaft der Eheleute. Als nun Herr Maslak verstarb, suchte die Ehefrau einen Nachfolger für das gemeinsame Lebenswerk. Doch wer vermag Teekannen zu schätzen, ja zu lieben? |
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| Wer hätte Platz für Hunderte von Teekannen? Und wie ließe sich das zweite Anliegen Ihres Mannes - das Engagement für notleidende Kinder auf dieser Welt - mit den Teekannen verbinden? |
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Was hier wie der Beginn eines Märchens erscheint, ist Wahrheit und gern erzählen wir den Rest der Geschichte: Frau Maslak googlte im Internet, entdeckte bei der Suche nach Tee- und Kaffeekannensammlungen das Museum Kupfermühle in Harrislee und schrieb einen langen Brief an Museumsleiter Herrn Peetz. Das Museum konnte die Teekannen aber nicht aufnehmen. Doch trotzdem wollte Herr Peetz weiterhelfen. Als Gast im Marien-Cafe´ erzählte er bei seinem nächsten Besuch vom Anliegen Frau Maslaks. | Zufall, ein wenig Glück und Herr Peetz führten auf diese Weise Frau Maslak und Frau Meurer vom Marien-Cafe´ mit der Kaffeekannensammlung zusammen. Auch wenn Teekannen sich von Kaffeekannen in Form und Größe unterscheiden, waren doch letztendlich Kannen gemeinsame Leidenschaft. Man kam auf die Idee, im Rahmen einer Ausstellung Spendengelder für Kinder in Not zu sammeln und so übergab Frau Maslak am 15. März 2009 die Teekannensammlung vertrauensvoll in Kerstin Meurers Hände.
 100e Teekannen sorgfältig einpacken,
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 die Kartons zum Transporter schleppen,
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 verladen und los gehts.
| Bereits vor diesem Umzugstermin der Teekannensammlung arbeitete das Marien-Cafe´-Team mit Hochdruck an den Vorbereitungen. Zufällig standen die Räume neben dem Marien-Cafe´ gerade leer. Der Vermieter – die Unionbank – unterstützte das Projekt unbürokratisch und vermietete auch diese Räumlichkeiten an Frau Meurer. Genehmigungen der Behörden wurden eingeholt, Umbauarbeiten organisiert. Mit Hilfe der gesamten Familie – einschließlich dem Jüngsten – wurde ein Durchbruch geschaffen, in Nachtschichten wurden Tapeten und Wände wieder instand gesetzt, alles Neue neu eingerichtet.
 Es muss eine neue Tür in die Wand.
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 Alle fassen mit an.
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 Hier sehen wir bald viele Teekannen.
| Aus dem Kaffeekannen-Cafe` wurde das Cafe´ der tausend Kannen. Das Logo, Beschriftungen und Internetseite wurden neu gestaltet, bzw. geändert. Postkarten wurden gedruckt, um für den guten Zweck zu werben.
Am 16. Mai 2009 war es dann soweit: Die größte Teekannensammlung Norddeutschlands konnte eröffnet werden. Frau Maslak reiste zu diesem Ereignis eigens nach Flensburg und "nahm die gelungene Präsentation Ihrer geliebten Teekannen bei einem Glas Sekt ab". Frau Meurer und das Marien-Cafe´-Team freuten sich über die vielen Gäste, die netten Resonanzen und auch besonders über das überraschende Ständchen des Musikzugs Leck.
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Wie vielfältig Teekannen gestaltet sein können - das kann man nun in der Norderstraße in Flensburg erleben. Die größte Teekannenausstellung im Norden überzeugt durch außergewöhnliche Vielfalt. Man sollte sich für das Betrachten etwas Zeit nehmen, denn jedes mit Kannen gefüllte Regal und jede Ecke bietet eine überwältigende Fülle von Einzelheiten – mal schön, mal rustikal, elegant, kitschig oder kostbar.
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Die Ausstellung wirbt aber auch für das Anliegen des Ehepaares Maslak, notleidenden Kindern auf der ganzen Welt zu helfen. Der Eintritt zur Besichtigung der Teekannensammlung ist immer frei, man freut sich aber über eine kleine Spende in die Sammelbox. Diese Besucherspenden werden von Frau Maslak an verschiedene renommierte gemeinnützige Organisationen weitergeleitet. Dazu gehören beispielsweise
SOS-Kinderdörfer Johanniter-Unfallhilfe Missio Bonifatiuswerk Don Bosco Mission
"Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder."
(Dante Aligheri)
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Spendenkonto Irene Maslak Verwendungszweck: Kinder in Not Kto-Nr.: 30 660 BLZ: 216 617 19 VR-Bank Schleswig- Flensburg
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